Japanese Philosophy

Kaizen

Der Begriff „Kaizen“ entspringt der japanischen Kultur und setzt sich aus den japanischen Wörtern „Kai“ für „Veränderung“ und „Zen“ für „zum Besseren“ zusammen. Wie diese Übersetzung schon verdeutlicht, geht es im Rahmen von Kaizen um eine kontinuierliche Veränderung und Verbesserung. Die Besonderheit dieses Prinzips ist jedoch, dass es sich hierbei um eine alltägliche und stetige Verbesserung handelt. Kaizen ist so nicht nur eine Methode, welche angewendet werden kann, sondern darüber hinaus eine Geisteshaltung und Denkweise, die von dem Management und von den Angestellten getragen werden muss.

Es wird zwischen zwei Kaizen-Ansätzen unterschieden:

FLOW KAIZEN

PROZESS KAIZEN

In Europa wird Kaizen seit Beginn der 1990er Jahre vor allem unter dem Begriff „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ angewendet und mit KVP abgekürzt. Zu internationaler Beachtung brachte es der Kaizen-Ansatz durch das Buch „Kaizen: The Key to Japan’s Competetive Success“ von dem Autor Masaaki Imais. Doch was genau ist der Inhalt dieses Management-Ansatzes? Der Kaizen-Ansatz spielt eine bedeutende Rolle in der sogenannten Schlanken Produktion, die vor allem in der japanischen Automobilindustrie zu großen Erfolgen beigetragen hat. So kann durch Kaizen das Produktions- und Qualitätsmanagement verbessert und Kosten reduziert werden. Im absoluten Mittelpunkt steht das Reduzieren von Verschwendungen in allen Bereichen. So soll kein Tag in einem Unternehmen vergehen, an dem nicht eine Verbesserung erzielt werden konnte. Um die Denkweise des Kaizen besser verständlich zu machen, werden damit einige Prinzipien verknüpft, die das Denken und Handeln der Mitarbeiter leiten sollen.

Diese Prinzipien sind:

  1.  Ausrichtung aller Tätigkeiten auf den Kunden (Kundenorientierung)
  2.  Konzentration auf die eigenen Stärken
  3.  Optimierung von Geschäftsprozessen
  4.  Ständige Verbesserung der Qualität (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP)
  5.  Interne Kundenorientierung als Leitprinzip
  6.  Eigenverantwortung, Empowerment und Teamarbeit
  7.  Dezentrale, kundenorientierte Strukturen
  8.  Führen ist Service am Mitarbeiter
  9.  Offene Informations- und Feedback-Prozesse
  10.  Einstellungs- und Kulturwandel im Unternehmen.