Der Begriff „Kaizen“ hat seinen Ursprung in der japanischen Kultur und setzt sich aus den japanischen Wörtern „Kai“ für „Veränderung“ und „Zen“ für „zum Besseren“ zusammen. Wie diese Übersetzung bereits verdeutlicht, geht es um eine kontinuierliche Veränderung und Verbesserung. Die Besonderheit dieses Prinzips ist jedoch, dass es sich hierbei um eine alltägliche und stetige Verbesserung handelt, die nicht nur in einzelnen, isolierten Schritten erfolgt, sondern in einem kontinuierlichen Prozess. Kaizen ist demnach nicht nur eine Methode, die angewendet werden kann, sondern darüber hinaus eine Geisteshaltung und Denkweise, die von dem Management und den Angestellten getragen werden muss.

Es wird zwischen zwei Kaizen-Ansätzen unterschieden:

FLOW KAIZEN

PROZESS KAIZEN
In Europa wird Kaizen seit Beginn der 1990er Jahre vor allem unter dem Begriff „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ angewendet und mit KVP abgekürzt. Die internationale Beachtung des Kaizen-Ansatzes ist maßgeblich auf das 1986 erschienene Buch „Kaizen: The Key to Japan’s Competetive Success” des japanischen Autors Masaaki Imai zurückzuführen. Doch welche Inhalte umfasst dieser Management-Ansatz? Der Kaizen-Ansatz spielt eine signifikante Rolle in der sogenannten schlanken Produktion, welche insbesondere in der japanischen Automobilindustrie zu beachtlichen Erfolgen geführt hat. Die Implementierung von Kaizen führt zu einer Optimierung des Produktions- und Qualitätsmanagements sowie zu einer Reduktion der Kosten. Im Mittelpunkt steht die Reduzierung von Verschwendungen in sämtlichen Bereichen. Es wird angestrebt, dass in einem Unternehmen kein Tag ohne eine erzielte Verbesserung vergeht. Um die Denkweise des Kaizen besser verständlich zu machen, werden damit einige Prinzipien verknüpft, die das Denken und Handeln der Mitarbeiter leiten sollen.
Diese Prinzipien sind:
- Ausrichtung aller Tätigkeiten auf den Kunden (Kundenorientierung)
- Konzentration auf die eigenen Stärken
- Optimierung von Geschäftsprozessen
- Ständige Verbesserung der Qualität (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP)
- Konstruktive Fehlerkultur
- Eigenverantwortung, Empowerment und Teamarbeit
- Einbindung aller Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse
- Strukturierte und tiefgreifende Ursachenanalyse & Problembewältigung
- Offene Informations- und Feedback-Prozesse
- Kontinuierliche und stetige Leistungsoptimierung, sowie Steigerung der Führungs- und Mitarbeiterkompetenzen